Kontakt

Kontakt

Nikolastr. 12 b (Erdgeschoss)
94032 Passau

Tel. 0851 5606-101
aidsberatung@diakonie-passau.de

Vertrauliche Online-Beratung Folgen Sie diesem Link, wenn Sie mit uns über ein sicheres Online-Postfach Kontakt aufnehmen möchten.

Soziale Netzwerke

Folge uns auf Instagram

Team

Sarah Mandl
Sozialpädagogin (B.A.)
zum sicheren Postfach

Sprechzeiten

Offene Sprechstunden:
Mittwoch und Donnerstag,
9:00 Uhr - 13:00 Uhr

Individuelle Terminvereinbarung ist jederzeit von
Montag bis Freitag möglich!

Downloads

Links

Aids-Informations- und Beratungsstelle Niederbayern

Gütesiegel der Diakonie Passau

Die Aids-Informations- und Beratungsstelle ist die Anlaufstelle im Bezirk Niederbayern zu allen Fragen rund um die Themen Sexualität und HIV/AIDS.

Egal, ob Sie eine Info-Veranstaltung an Ihrer Schule organisieren möchten oder selbst positiv sind: Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Dabei sind alle unsere Angebote, mit Ausnahme der Tests, kostenlos!

Ziel unserer Arbeit ist der Aufbau von Wissen, die Ergänzung von Teilwissen und die Korrektur unrealistischer Erwartungen zum Thema HIV/AIDS sowie die die Förderung der Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und dem Thema HIV/AIDS. Außerdem versuchen wir zur Verbesserung der Lebenssituation von HIV-infizierten Menschen, deren Angehörigen und nahestehenden Personen beizutragen.

Was wir machen

Beratung und Begleitung

  • Allgemein bei Fragen rund um das Thema Sexualität und „safer sex“               
  • Nach möglicher Ansteckung, z.B. zu Testmöglichkeiten            
  • Nach Erstdiagnose zur Unterstützung im Umgang mit den Auswirkungen einer HIV-Infektion, z.B. Erklären der rechtlichen Situation und Informationspflichten gegenüber anderen, Klärung von medizinischen Fragestellungen, Fragen zu Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung        
  • Nach Zuzug mit bekannter HIV-Infektion, z.B. zur Anbindung an die lokale medizinische Versorgungsinfrastruktur
  • zum besseren Umgang mit der Diagnose einer nahestehendenPerson

Gruppenangebote

Es finden regelmäßig gemeinsame Treffen in der Beratungsstelle statt. Zum Schutz werden die Termine nicht öffentlich bekannt gegeben. Nähere Informationen hierzu sind im Büro erhältlich.

Prävention und Information

  • Allgemein: Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Aktionen rund um den Welt-Aids-Tag, Infostände    
  • Multiplikatoren:
    • Vorträge in Berufsfachschulen des Gesundheitsbereiches
    • Schulungen von Fachpersonal in Praxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen
    • Workshops und Vorträge in weiterführenden Schulen, z.B. FOS, BOS, Universitäten
  • Junge Menschen:
    • Veranstaltungen für Schulklassen ab der 8. Jahrgangsstufe, für Wohngruppen und Heime
    • Veranstaltungen für junge Menschen ab ca. 13 Jahren im Freizeitbereich, z.B. Jugendzentrum, Sportvereine
    • Infostände im Jugendfreizeitbereich, z.B. OpenAirs, Discos

Schnelltests

  • HIV-Schnelltest: 15 Euro
  • Hepatitis-C-Schnelltest: 15 Euro
  • HIV- und Hepatitis-C-Tests: 25 Euro

Wichtig: Schnelltest heißt, dass es schnell ein Ergebnis gibt - nach ca. 10-15 Minuten. Es heißt nicht, dass er schnell nach dem Risikokontakt möglich ist. Zwischen dem Risiko und dem Test müssen 12 Wochen liegen.

Terminvereinbarung erwünscht; nur Barzahlung möglich

Was wir nicht machen

  • Wir stellen keine Bescheinigungen über HIV-Testergebnisse aus.
  • Wir verordnen keine Medikamente.

Häufig gestellte Fragen

HIV und AIDS was bedeutet das eigentlich?

HIV ist ein Virus, das die körpereigenen Abwehrkräfte schädigt oder zerstört. Dadurch wird der Körper anfälliger für Erkrankungen, die ohne HIV normalerweise unproblematisch verlaufen. Unbehandelt treten nach einiger Zeit fast immer schwere Krankheiten auf.

Ab diesem Stadium spricht man von AIDS. HIV ist also das Virus, das AIDS (= erworbenes Immunschwächesyndrom) auslösen kann. AIDS führt häufig zu Lungenentzündungen und Pilzerkrankungen. Unbehandelt kann man daran sterben. Mit einer HIV-Therapie lässt sich jedoch AIDS verhindern.

Wie wird HIV übertragen?

Im Alltag ist HIV nicht übertragbar. Weder durch Küssen noch durch Anhusten oder Benutzen derselben Toilette. Man kann sich nur mit einem HI-Virus infizieren, indem eine infektiöse Körperflüssigkeit eines HIV-infizierten Menschen in den Körper gelangt.

Diese sind: Sperma, Vaginalflüssigkeit, Flüssigkeitsfilm der Darmschleimhaut, Blut und Muttermilch.

Nicht infektiös sind: Speichel, Kot, Urin, Schweiß und Tränenflüssigkeit.

Die Haut ist eine zuverlässige Barriere gegen HIV. Deshalb kann die Übertragung einzig durch Schleimhäute bzw. Körperöffnungen geschehen.

Die häufigsten Übertragungswege sind ungeschützter Vaginal- oder Analverkehr, gefolgt von intravenösem Drogengebrauch, wenn Spritzen und Nadeln gemeinsamen benutzt werden.

Ein sehr geringes Ansteckungsrisiko besteht bei Oralverkehr.

Nicht jeder Risikokontakt führt zu einer Übertragung. Hierbei spielen viele Faktoren eine Rolle, z. B. die Kontaktdauer, die Virusmenge sowie generell die Menge der Körperflüssigkeit, mit der man in Kontakt war.

Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?

Safer Sex: Schutz bietet ein korrekt angewendetes Kondom.

Prä-Expositionsprophylaxe (kurz: PrEP): Dies ist ein Medikament, das dem Schutz vor HIV dient und ärztlich verschrieben werden kann.

Post-Expositionsprphylaxe (kurz: PEP): Diese kann Bei manchen Risikofällen innerhalb von 48 Stunden eine eingenommen werden, um eine Ansteckung zu verhindern. Nach positiver, ärztlicher Risikoeinschätzung kann die PEP innerhalb dieser Zeit verschrieben werden.

Schutz durch Therapie: Die zuverlässige Medikamenteneinnahme HIV-infizierter Personen sorgt außerdem dafür, dass die Virusmenge in ihrem Körper so niedrig ist, dass das Risiko einer Übertragung auf eine andere Person stark verringert wird. Bestenfalls ist dann sogar eine Ansteckung nicht mehr möglich. Dies gilt auch für die Verhinderung einer Ansteckung bei der Geburt bzw. beim Stillen.

Safer Use: Bei Drogengebrauch bietet den einzigen Schutz vor HIV die Verwendung von eigenem, sterilem Zubehör.

Wie finde ich heraus, ob ich mich mit HIV infiziert habe?

Klarheit verschafft nur ein HIV-Test. Je nach Testverfahren besteht nach dem Risiko eine Wartezeit von 6 – 12 Wochen.

Schnelltest: Diese bieten wir auch in unserer Beratungsstelle an (www.testjetzt.de). Hier ist lediglich ein kleiner Bluttropfen erforderlich. Nach 10 bis 20 Minuten (je nach Testmodell) wird ein sicheres Ergebnis sichtbar. Dieser Test ist genauso sicher wie ein Labortest, allerdings nur dann, wenn seit dem Risiko mindestens 12 Wochen vergangen sind.

Labortest: Diese werden z.B. in Gesundheitsämtern (kostenlos und anonym) und Arztpraxen (meist kostenpflichtig) durchgeführt. Dabei wird Blut abgenommen und nach ein paar Tagen erhält man das Ergebnis. Bei dieser Art müssen seit dem Risiko mindestens 6 Wochen vergangen sein, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten.

Positiver Test – was nun?

Dank der HIV-Medikamente haben HIV-infizierte Menschen eine normale Lebenserwartung. Deshalb ist die dringende Empfehlung, nach einem positiven Ergebnis einen Termin bei einem HIV-Schwerpunktarzt zu vereinbaren. Dort beginnt nach gemeinsamer Absprache die Einstellung auf HIV-Medikamente.

Sobald die Viruslast unter der Nachweisgrenze, also die Virusmenge im Blut extrem niedrig ist, ist ein HIV-positiver Mensch nicht mehr ansteckend.

nicht nachweisbar = nicht ansteckend

HIV-infizierte Menschen dürfen im Alltag selbst entscheiden, wie offen sie mit ihrer Infektion umgehen. Es gibt wenige Situationen, in denen man ehrlich zu einer HIV-Infektion stehen muss:

  • Bei bestehender Gefahr der Ansteckung eines Geschlechtspartners.
  • Bei Versicherungen.
  • Sehr selten im beruflichen Kontext, z. B. Einsatz im diskriminierenden Ausland oder ChirurgInnen, die nicht unter der Nachweisgrenze sind und bei Operationen einer Verletzungsgefahr ausgesetzt sind.

In ALLEN anderen Bereichen und Situationen braucht der HIV-Status nicht angegeben werden.