Geschäftsstelle
Nikolastr. 12 d · 94032 Passau
Tel.: 0851 5606-0
Neue Herausforderungen
Die neuen Herausforderungen nach Kriegsende 1945

Die kleine Diasporagemeinde Passau stieg durch den Zustrom von Glaubensgenossen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und Südosteuropa von 2300 Seelen auf nahezu das 10fache an. Die Aufnahme der Vertriebenen stellte die Gemeinden vor große Aufgaben.

Im Vordergrund stand zunächst die Aufgabe, die leibliche Not zu lindern. Es wurden Kleidung und Lebensmittel gesammelt, Spenden aus Amerika, der Schweiz und anderen Ländern verteilt. Eine weitere Aufgabe war die Organisation von Kindererholungen. Die Aufgaben waren riesig.
In Stuttgart wurde zentral das Evangelische Hilfswerk gegründet.
1946 wurde dann auch in Passau eine eigene Dienststelle für das Hilfswerk in der Heiliggeistgasse eingerichtet. Zugleich wurde eine Fürsorgerin eingestellt. 
1947 wurde die erste Mitarbeiterin für die Verwaltungsarbeiten angestellt.
Nach Kriegsende kamen zwei Gruppen mit schlesischen Waisenkindern nach Passau. Diese konnten vorerst in Haidenhof nur provisorisch untergebracht werden.
1946 konnte hier eine Verlegung nach Grubweg, 1952 nach Rotthalmünster erfolgen.
Aufbaujahre

Auch nach 1945 wurden weiterhin der Kindergarten, das Altenheim und die Diakoniestation vom Diakonieverein betreut.

Am 1.11.1948 wurde für das Gebiet von Stadt und Landkreis Passau, die Landkreise Freyung/Grafenau und Rottal-Inn der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk Passau errichtet. Der damalige Dekan Heinrich Grießbach hatte auch die Aufgabe, die Diakonie neu zu ordnen.
29.06.1949: Gründung des Vereins Innere Mission im Dekanatsbezirk Passau e. V.
31.08.1950 Einweihung des neuen Gebäudes in der Nikolastraße 12d für Altenheimplätze sowie für den Kindergarten.
Ab Mai 1950 konnte die erste ausgebildete Fürsorgerin die Arbeit aufnehmen
1952 kamen zwei weitere Mitarbeiterinnen dazu.
Eine Hauptaufgabe lag hier bei den mehr als 200 Vormundschaften und Pflegschaften.
Bereits seit 1948 wurde die Mitarbeit in der Bahnhofsmission wieder aufgenommen.

 


Evangelischer Kindergarten in der Nikolastraße
mit Schwester Carola; ca. 1950-55